Viele Sortierpuzzles würfeln ein Brett zufällig zusammen und hoffen das Beste. So landet man in Level vierzig vor einer Stellung, die keine Zugfolge gewinnen kann, starrt auf den Neustart-Knopf und fragt sich, was man übersehen hat.
Stack Cards Sort macht es andersherum.
Rückwärts vom fertigen Brett
Jedes Level beginnt sein Leben bereits gelöst: jede Spalte mit vier Steinen einer Farbe, versiegelt und aufgeräumt. Der Generator nimmt dieses fertige Brett und spielt es rückwärts, macht legale Züge einen nach dem anderen rückgängig, bis das Brett ordentlich durcheinander ist.
Weil jeder Schritt des Verwürfelns ein echter, rückwärts gespielter Zug ist, löst das Vorwärtsspielen dieser Schritte das Level. Die Lösung ist nichts, dessen Existenz wir erhoffen. Sie ist das Material, aus dem das Level gemacht wurde.
Woher Par kommt
Das Verwürfeln hinterlässt einen Zeugen: genau die Zugfolge, die es wieder auflöst. Die Länge dieser Folge ist das Par des Levels.
Das hat eine angenehme Folge. Par ist nie geraten und nie eine Zahl, die man von Hand justiert, bis die Schwierigkeitskurve in einer Tabelle hübsch aussah. Es ist die Länge einer Lösung, die wir zeigen können.
Es hat auch eine ehrliche Einschränkung: Par ist eine gute Lösung, keine bewiesen kürzeste. Unser Löser ist nicht als optimal zertifiziert. Wer ein Level unter Par beendet, hat keinen Fehler ausgenutzt, sondern etwas Besseres gefunden als der Generator — eine durchaus erfreuliche Sache an einem Dienstag.
Das Zugbudget ist nicht Par
Du wirst nicht auf Par festgenagelt. Das Budget, das du bekommst, ist Par plus ein Polster: mindestens sechs zusätzliche Züge, bei längeren Leveln mehr, weil es mit der Größe der Aufgabe wächst.
Das Polster gibt es, damit Nachdenken erlaubt ist. Du darfst eine Spalte ausprobieren, sie für falsch befinden und zurücknehmen, ohne dass dich das Level für den Umweg bestraft. Erst in den längsten, engsten Leveln fängt das Budget an, sich wie eine Grenze anzufühlen — und bis dahin hast du achtzig Level Übung.
Sterne messen Effizienz, nicht Tempo
Im Spiel gibt es nirgends eine Uhr. Sterne ergeben sich aus einer einzigen Zahl: verbrauchte Züge im Verhältnis zu Par.
- Auf Par oder besser: drei Sterne.
- Innerhalb des Anderthalbfachen von Par: zwei.
- Überhaupt geschafft: einer.
Ein Stern heißt immer noch, dass du es gelöst hast. Das zählt mehr, als es klingt: Die Bewertung ist Rückmeldung, kein Zeugnis, und ein geschafftes Level ist ein geschafftes Level.
Und wenn die Züge ausgehen
Du verlierst nicht, weil sich das Brett festfährt. Das Brett kann sich nicht festfahren: Solange Steine übrig sind, gibt es immer einen legalen Zug. Ein Level scheitert einzig daran, dass das ganze Budget verbraucht ist.
Genau das nimmt der Ruhemodus heraus. Schalte ihn in den Einstellungen ein, und das Budget zählt nicht mehr gegen dich: dieselben Level, dieselben Lösungen, kein Druck. An manchen Abenden ist das genau das richtige Spiel.